Sonntagfrüh im Hofgarten

Es ist halb neun - eigentlich gar nicht sooo früh. Für einen großstädtischen Sonntagmorgen, noch dazu im Winter, gleichwohl eine schlaftrunkene Zeit.

 

früh am Tag

 

Auf der Suche nach einem Parkplatz sehe ich nur wenige Menschen. Junge Väter, die mit ihrem Nachwuchs vom Bäcker kommen, in der einen Hand ein eingemummtes Kind, in der anderen eine Tüte mit frischen Brötchen. 

 

Ich bin mit einer Freundin verabredet, den Düsseldorfer Hofgarten mit Sehgangs-Augen zu durchstreifen. Außer uns sind im Park nur Hundehalter und Jogger unterwegs.

 

Erinnerungen

 

Es ist der Park meiner Kindheit. Damals hat meine Familie in seiner Nähe gewohnt. Einer meiner Heimatorte, mit dem mich viele besinnliche, erholsame, verliebte und vertraute Emotionen verbinden.

 

Ich erinnere mich an den Sturm ELA, der 2014 auch hier wütete und tiefe Wunden riss ... und an die Tage danach, als trotz Betretungsverbot viele Düsseldorfer erschüttert und fassungslos die Verwüstung in ihrem Hofgarten sichteten.

Und ich freue mich, dass die städtebaulichen Veränderungen in direkter Nachbarschaft peu á peu fertiggestellt werden und die Baustellen, die an seinen Rändern in den Park hineinreichen, eine nach der anderen wieder abgebaut werden.

 

Auch an diesem Sonntagmorgen ist es ein Geschenk, in Frieden durch diesen würdevollen Park zu flanieren.

 

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