Adventsspaziergang

Am Tag vor dem zweiten Advent bin ich mit einer Cousine im Niederbergischen verabredet. Das Wetter meint es gut mit uns - kalt und sonnig ist der Tag. Beste Voraussetzungen für einen Fotospaziergang. 

 

Motive aufstöbern

 

Warm eingepackt, mit vollen Akkus und leeren Speicherkarten fahren wir in das kleine Städtchen Wülfrath. Ich bin zum ersten Mal hier und sofort angetan vom Charme des historischen Stadtkerns. Viel Fachwerk, viel Schiefer - typisch für das Bergische. Mittendrin eine Kirche. Der Kirchplatz, auf dem sie steht, ist umrahmt von kleinen Fachwerkhäusern. Manche sind altersschief, andere stattlich ... liebevoll und schmuck gepflegt sind die meisten von ihnen. Man spürt, dass die Menschen gerne hier leben.

 

In "normalen" Jahren wäre jetzt um die Kirche herum der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Vor meinem inneren Auge tauchen Bilder auf: kleine Hütten mit Glühwein, Delikatessen und  Kunsthandwerk. Neugierige Blicke, die über die Auslagen wandern, nachbarliches Hallo, vorweihnachtliche Geschenkesuche.

 

spürbare Besinnlichkeit

 

An diesem Samstag ist es trotz des Sonnenscheins ruhig in der kleinen Stadt. Die Menschen halten Abstand und tragen Mund-Nasen-Schutzmasken. Weniger geschäftig, weniger eilig und auch weniger bepackt schlendern sie durch die Gassen.

Es scheint mir, als sei die Besinnlichkeit der diesjährigen Vorweihnachtszeit eine andere als die der vergangenen Jahre ... realer und ruhiger, weniger propagiert als viel mehr im Herzen getragen.

 

Dieses Jahr - so geht's mir durch den Kopf - könnte es sein, dass die Menschen bewußter mit dem eigentlichen Gedanken der Weihnacht umgehen und ihren Blick tatsächlich wieder mehr auf das Füreinander-Sein in ihren Familien richten. 

 

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