Am Rheinufer in Basel

Im Spätsommer sind die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland offen. Ich habe Urlaub und kann der spontanen Einladung meiner dort lebenden Cousine in's Baselbiet folgen.

Bis zum Tag der Hinreise checke ich täglich die aktuellen bilateralen Reisewarnungen - ein neuer, mir bislang unbekannter Aspekt des Reisens.

 

Nach langen Wochen Reiseverbots ist dieser Aufenthalt in Basel eine ganz besondere Erfahrung. Die AHA-Regeln sind seit Monaten in beiden Ländern gang und gäbe und auch in unser beider Umgang etabliert. Keine Umarmung, kein die-Köpfe-zusammenstecken. Um so inniger ist aber gerade deshalb das Gefühl der Nähe und Verbindung.

 

Vertraut und doch anders

 

Am letzten gemeinsamen Nachmittag vor meiner Abreise machen wir einen Spaziergang am Rhein. Der Tag ist hell und freundlich, aber schon recht frisch.

Als Düsseldorferin bin ich den Blick auf den Rhein gewohnt. Doch hier sehe ich ihn mit anderen Augen ... meinen Rhein, den Fluß, an dem ich mein bisheriges Leben verbracht habe. Hier in Basel ist er so viel beschaulicher als der mächtige Strom und die viel befahrene Wasserstrasse, der er bei mir zuhause ist.

 

Den Hinweg laufen wir an Großbasel und St. Alban entlang. Historisch-altstädtische Architektur, natürlich-unaufdringliche Noblesse, alter Baumbestand - wunderschön und angenehm urban.

Mit der Fähre "Wild Maa" lassen wir uns ans rechte Ufer hinüberfahren, nach Kleinbasel / Wettstein.

Das Quartier ist im Umbruch. Auf dieser Seite des Rheins wird viel gebaut. Gewagte und spektakuläre Architektur. Wir passieren die modernen Bürohochhäuser der Pharmakonzerne in Ufernähe. 

 

bewusster Genuss

 

Wir schlendern, halten unsere Gesichter in die Sonne, geniessen die kühle Luft und das Wellenwiegen auf dem Rhein. Diese kleine freie Auszeit erleben wir ganz bewusst.   

 

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